Mayday bei Daymay

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Foto: Trailer zum Film

Crowdfundbeat.de Eric Schreyer 06.02.2014 – Promi-Kampagnen haben so ihre Tücken: Erst 2 Prozent finanziert und nur noch 11 Tage Restlaufzeit. Die Stars aus GZSZ und AWZ entwickeln nicht die nötige Zugkraft, um einem Internet-Spielfilm im total angesagten Mystery-Suspense Genre (Stichwort: Berlinale) über das Crowdfunding-Ziel von €382.698 zu helfen. Bis jetzt sind erst rund €7.000 eingegangen und das vermutlich auch nur, weil man sich für €1.000 als Kleindarsteller  einkaufen kann. Immerhin, vielleicht der Start in eine große Kinokarriere. Vier Leute haben jeweils €1.000 dafür hingelegt.

Warum funktioniert diese Crowdfunding Kampagne trotz des Aufgebots von 10 prominenten Serienschauspielern nicht? Möglicherweise befürchten potenzielle Unterstützer, dass eine erfolgreiche Produktionsfirma hinter dem Crowdfunding steht, um mithilfe der Crowd die eigenen Produktionskosten senken zu wollen. Auf Kickstarter haben die Veronica Mars Kampagne und Zach Braffs Projekte für jede Menge Kritik gesorgt.

Oder geht es um die Grundsatzfrage, ob Promis überhaupt für solche Aktionen geeignet sind? Wolfgang Gumpelmaier hat sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt, er schreibt:

“Denn jährlich beenden tausende Crowdfunder weltweit ihre Kampagnen mit Erfolg und das ganz ohne Starbeteiligung. Zu den Erfolgsfaktoren dieser Projekte zählen eine einzigartige Idee, viel Engagement, eine größtmögliche Transparenz sowie kreative Prämien. Vor allem aber ist es wichtig, regelmäßig mit den Fans zu kommunizieren. Crowdfunding hat viel mit Vertrauen zu tun, denn schließlich sollen die Menschen ja ein Projekt finanziell unterstützen. Und Vertrauen schafft man, indem man die Menschen teilhaben lässt an einer Idee oder einem Prozess. Das wiederum funktioniert nur über authentische und persönliche Kommunikation.

Gerade in Sachen Kommunikation tun sich manche Promis aber schwer. Denn als Star sind sie es gewohnt, sich in der Öffentlichkeit als solche zu präsentieren. Die Supporter von Crowdfunding-Projekten wollen aber oftmals das genaue Gegenteil sehen: den Mensch hinter dem Projekt oder in diesem Fall den Mensch hinter dem Star. Diese Öffnung müssen viele Künstler und VIPs erst lernen, …

Was aber unterscheidet nun die erfolgreichen Crowdfunding-Kampagnen von den gescheiterten? Ich bin der Meinung, es sind die Geschichten. Ob in diesen Geschichten Stars vorkommen oder diese von Stars erzählt werden, ist nebensächlich.”

Die Crowdfunding Kampagne von Daymay verzichtet auf Storytelling und vertraut allein auf den Bekanntheitsgrad der Stars. Offenbar keine besonders gute Idee. Aber die Macher von Daymay lassen sich nicht beirren und freuen sich jetzt über einen Bericht in der BRAVO. Ein positiver Nebeneffekt ist, wie BRAVO Crowdfunding erklärt:

“Hast du schon mal von “Crowd Funding” gehört? Dabei wird im Internet dazu aufgerufen, dass Privatpersonen Projekte unterstützen und finanzieren. Oft fehlt für coole Aktionen das Geld – deswegen werden die Internet-Nutzer gefragt, ob sie das Projekt finanzieren wollen. Und wer dafür Geld spendet, der bekommt immer ein Dankeschön. Bei Filmen z.B. steht dann der eigene Name sogar im Abspann! So wurde auch “Stromberg: Der Film” von Fans finanziert und kommt am 20. Februar 2014 in die Kinos!”

Update vom 10.02.2014: Wolfgang Bahro über Crowdfunding, im Interview mit Promipool

Wolfgang Gumpelmaier im Magazin Upload

BRAVO

Crowdfunding für Daymay

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