Bitte macht, dass aus Meta wieder Applikation wird!

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Illustration: Max Litvinov (c) Daktylos Media.

CrowdFundBeat.de Eric Schreyer, 03.04.2014 – Da war ein kleiner Junge. Der hatte die Angewohnheit, sich andauernd etwas auszumalen. Er hieß: Daktylos! Einmal verbrachte er den ganzen Nachmittag in der Buchhandlung. Die sah aus wie ein elektronisches Labor. Kinderbücher waren kleine Kristalle. Lesen konnte man sie mithilfe eines Optons.  Das sah einem Buch sogar ähnlich, aber mit nur einer einzigen Seite, die aussah wie ein runder Frühstücksteller mit vier rechten Ecken. Innen war es hohl und darin lag ein wahrer Künstler. Er hieß: Applikation! Applikation malte und schrieb was das Zeug hielt. Wie von Zauberhand erschien alles nach wenigen Sekunden auf der Oberfläche des geheimnisvollen Optons. Manche Wörter leuchteten sogar auf, wenn man sie mit dem Finger berührte. Kaum hatte man ein Wort gefunden, fingen die von Applikation so schön gemalten Bilder an, sich zu bewegen. Das hörte gar nicht mehr auf. Aber die Geschichte ging erst dann weiter, wenn alle Leuchtzauberwörter entdeckt waren.

 

Daktylos war so erstaunt und schaute so angestrengt in das Opton hinein, das es zu schwanken anfing. Plötzlich hörte er einen lauten Knall und sein Opton war weg. Daktylos erschrak nicht wenig als plötzlich ein kleines Mädchen auf ihn zukam, die nicht im Fahrplan stand und auch vom Bahnwärter nicht gemeldet war.  Das lachte von ganzem Herzen und rief: “Ich bin’s doch bloß, die Meta!”

Natürlich verwandelte sich Meta immer wieder rechtzeitig in das kleine Opton zurück. Aber dieses eine Mal nicht. So sehr sie sich auch mühte, es hatte keinen Zweck. Sie sprang vom Bahndamm und erläuterte im allerhöflichsten Ton:

“Gib 5 Euro und Meta fliegt los. 15 Euro machen eine Wollsocke und 25 sogar eine Muschel aus dem Algenwald. Für 50 kriegst du einen Füllfederhalter und wenn du frierst, verwandeln sich 75 Euro in eine Wärmflasche. Ein Platzregen im Wohnzimmer ist nicht unter 100 Euro zu haben. Und wenn du deine Eltern mal so richtig erschrecken willst, kommt die Husche auch ins Schlafzimmer. Oder in die Küche.  Die Orchidee an der Stehlampe ist ganz schön teuer, die kostet nämlich 250. Am Garderobenständer hängt sie für das gleiche Geld. Gib 500 Euro und du hast eine Dampflokomotive. 750 Euro machen ein Krokodil und 1000 sogar David Oistrach. Für 2.500 kriegst du Albert Einstein und wenn du traurig bist, verwandeln sich 5.000 Euro in einen Engel.”

Wenn es auch dabei kein Unglück gab, der derart überraschte Daktylos bekam einen mächtigen Schrecken. Nur noch 18 Tage hatte er Zeit. Bis zum 21. April um 23 Uhr und 59 Minuten, so erläuterte Meta weiter, muss er auf diese Art und Weise 16.000 Euro eingesammelt haben. Erst dann und nur dann verwandelt sich Meta wieder in das kleine Opton zurück. Das wusste sie aus der Schule. Einmal hatte der Lehrer, er hieß Doktor Startnext, Meta aufgefordert, an die Tafel zu kommen: “Trage uns jetzt vor, was du über das Opton weißt. Sprich deutlich und für alle klar verständlich!” Meta war, das kommt bei kleinen Mädchen gelegentlich vor, in einer schauderhaften Blödellaune:

“Das Opton ist ein großer runder blauer Teller. Die Applikation ist eine Schokoladensoße, die vom Rand her auf den Teller gekippt wird. Wenn der Teller voll ist, ist es Nacht. Am Morgen kommt der Akku und leckt die Schokoladensoße wieder ab. Vermutlich ist er eine Katze.”

“Was erzählst Du uns da?”

“Doch, eigentlich bin ich ganz sicher, dass der Akku eine Katze ist.”

“Sag einmal, bist Du nicht ein bisschen sehr albern, mh?”

An dieser Stelle des Gesprächs verwandelte sich Meta in Stanislaw Lem. Stanislaw Lem, das muss man hier wissen, lebte vor noch nicht gar so langer Zeit und war ein gütiger alter Herr mit wehendem weißen Haar. Er schrieb ein utopisches Werk. Das heißt: Transfer! Einmal verbrachte er den ganzen Nachmittag in der Buchhandlung. Die sah aus wie ein elektronisches Labor. Bücher waren kleine Kristalle. In diesen kleinen Kristallen waren Informationen gespeichert über ein Crowdfunding, das fast sechs Wochen lang lief und am Ende viele Freunde hatte.

Doktor Startnext ruft euch an die Tafel!

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2 Responses to Bitte macht, dass aus Meta wieder Applikation wird!

  1. 03/04/2014 at 09:27

    Genial!! Daktylos, komm in die Gänge, damit Meta es schafft! :) :)

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