Crowdinvesting: das Risikobewusstsein ist getrübt

Crowdinvesting: das Risikobewusstsein ist getrübtCrowdFundBeat.de Eric Schreyer, 16.04.2014 – SporTrade war nach 90 Tagen insolvent und auch Zapitano stellte kurz nach dem Ende des Crowdfunding Insolvenzantrag. Bei diesen Startups hatten die Investoren keine glückliche Hand. Die Frühwarnindikatoren waren allerdings kaum zu übersehen. Crowdinvestoren sind zumeist auch potenzielle Kunden der Startups und lassen sich gerne von neuen Produktideen begeistern. Die Euphorie der Jungunternehmer steckt an und wird durch die sozialen Medien verstärkt. Die Deutsche Bank hat sich ähnliche Gedanken gemacht und nun eine Studie zum Thema vorgelegt.

 

Crowdfunding

Trübt die Euphorie der Crowd das Risikobewusstsein?

DB Research: “Beispielhaft können hier zwei erfolgreiche Crowdinvesting-Projekte genannt werden, die 2013 für mediale Aufmerksamkeit gesorgt haben: Die relativ neu im Markt auftretende Online-Plattform Bergfürst hat jüngst Kapital für die Urbanara AG in Höhe von EUR 3 Millionen eingesammelt. An der Finanzierung beteiligten sich ca. 1000 Investoren mit einer durchschnittlichen Investitionssumme von ca. EUR 3.000. Hierbei wurde reines Eigenkapital in Form von Aktien durch das Unternehmen angeboten, was eine Neuheit für den deutschen Markt darstellte. Einen weiteren Finanzierungserfolg landete die e-volo GmbH, die insgesamt EUR 1,2 Millionen von 751 Investoren einwerben konnte. Die Beteiligung erfolgte durch Mezzanine Kapital.”

Weiter zum Thema Unternehmensbewertung: “Es besteht durchaus die Gefahr, dass einigen potenziellen Investoren ein zu hoher Unternehmenswert kommuniziert wird, um erfolgversprechende Investitionsperspektiven vorzutäuschen und um höhere Finanzierungsbeträge erreichen zu können.” Zum Risikobewusstsein der Crowdinvestoren  schreiben die Autoren der Studie: “Es bleibt die Frage, ob die Investoren bei gängiger Praxis ein angemessenes Bewusstsein für die bestehenden Risiken einer Beteiligung entwickeln können. Aufgrund der langen Beteiligungsdauer und der weitgehend noch unerforschten und jungen Investitionsform ist bisher nicht absehbar, ob die durch Crowdinvesting finanzierten Unternehmen genügend Liquidität generieren, um ihre Verbindlichkeiten mittel- bis langfristig aus eigener Kraft begleichen zu können. Für eine ausgewogene Analyse fehlen die notwendigen (erfolgreichen) Praxisfälle. Echte Erfolgsgeschichten auf Seiten der Investoren sind in Deutschland bisher noch nicht zu verzeichnen.”

Autoren: Thomas F. Dapp, Christoph Laskawi. Link zur Studie.

 

SporTrade nach 90 Tagen insolvent

Zapitano – war das Crowdfunding falsch?

Tags: , , , , ,

One Response to Crowdinvesting: das Risikobewusstsein ist getrübt

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *


Parse error: syntax error, unexpected ';' in /home/content/68/10442368/html/de/wp-content/themes/magazine-basic/footer.php on line 6