Schiffbruch

Bild: Saiten.ch

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CrowdFundBeat.de Eric Schreyer, 21.04.2014 – In der alten Stuhlfabrik Herisau feierte das Stück “Schiffbruch” der jungen Appenzeller Dramatikerin Rebecca C. Schnyder Uraufführung. Es handelt von der beklemmenden Beziehung zwischen drei Geschwistern. Das TAGBLATT schreibt:

“Rebecca C. Schnyder hebelt in «Schiffbruch» sämtliche Textwülste aus und jagt ihre knappen Dialoge, die oft auf einzelne Wörter beschränkt sind, rhythmisch vorwärts. Als hielte sie Eiswürfel unter den Wasserstrahl und zöge sie im letzten Moment weg, in der Hand schneidende Restchen – oft schwarzhumorig erfrischend. Regisseur Stefan Camenzind übersetzt die Stimmung der Vorlage als präzises Abbild von etwas, was man zwar von aussen betrachtet, aber irgendwie gut zu kennen meint – auch wenn Rebecca C. Schnyder eine Generation – ihre – zeigt, die sich alte Muster erschreckend früh einverleibt. Indem er gänzlich auf ablenkende Aktionen verzichtet, lässt er den Figuren ihre dahingeworfene Jugendlichkeit. Er weiss: Diese Sprache beisst, wie der Rauch, der am Ende aus dem Haus quillt. Und es sind nicht die verkochten Kartoffeln, die dampfen…”

“Ich habe aber kein Schiff, Luise.” Mit diesem Zitat ist die Facebook-Seite von “Freirampe” überschrieben, ein Verein für qualitativ hochstehende Theaterprojekte aus der Schweiz, die künstlerisch interessant und gesellschaftlich relevant sein sollen. Ein ziemlich hoher Anspruch für ein Theaterstück und als künstlerisch Verantwortlicher weiß man nie, ob es sein Publikum finden wird. Diesmal hat es geklappt. Die Premiere war restlos ausverkauft und die Kritiker sind begeistert. Vorherzusehen war dieser Erfolg nicht. Deshalb fiel es den Theatermachern auch nicht gerade leicht, die nötigen finanziellen Mittel zu beschaffen.

Ein Ständchen vom Regisseur. Ein cooles Anker-Abziehtatoo. Ein Überraschungsbrief vom Projektteam. Ein Kaffeekränzchen mit der Schauspielerin. Ein einzigartiges Probetagebuch – UNIKAT. Das waren die spannenden Belohnungen für all diejenigen, der sich am Crowdfunding für Schiffbruch beteiligten. Immer mehr Kreative entdecken diese alternative Form der Finanzierung. Auf wemakeit.ch fanden sich 67 begeisterte Unterstützer.  Immerhin 16.121 CHF kamen zusammen. Zur Gesamtfinanzierung des ambitionierten Vorhabens trugen sowohl öffentlichem als auch private Kulturförderstellen bei. Crowdfunding war der letzte Baustein, der noch fehlte.

Faire Honorare allen Beteiligten: “Viel Motivation, Engagement und Zeit investieren alle Beteiligten in dieses Projekt. Doch als freischaffende Künstler kann man umsonst nicht arbeiten. Auch nicht für wenig. Von Fronarbeit lebt weder die Kunst noch der Künstler und das sollen sie auch nicht müssen. Wir von der Freirampe bestehen auf die Zahlung angemessener Löhne, die sich nach den Vorgaben des ACT (Berufsverband der freien Theaterschaffenden) richten. Damit jeder in unserem Team, von Regie über Schauspiel zu Technik, ein anständiges Honorar bekommt, brauchen wir deine Unterstützung!” Dies war der Kern des Aufrufs auf wemakeit.ch und er war erfolgreich!

 

Spielplan

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Ich habe aber kein Schiff

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