Wie schwarze Kisten unser Leben verändern

Crowdfunding für Looking Into Black BoxesCrowdFundBeat.de Eric Schreyer, 05.05.2014 – 1805 kam der Franzose Jaquard auf die Ideen, Webstühle mit Lochkarten zu steuern. Er war der erste Mensch, der Software und Hardware voneinander trennte. Damit war die Grundlage zur Computerisierung unseres Alltags gelegt. Programmierbare Maschinen umgeben uns auf Schritt und Tritt. In der Kaffee-Netz Community hat kürzlich Nutzer “Maier” gepostet: “Ich bin auf der Suche nach einem neuen Siebträger, der nach Möglichkeit etwas leichter zu handhaben ist, sprich er sollte Taster für 1 oder 2 Tassen haben, Heißwasser für nen Americano, programmierbare Durchlaufzeiten für den 1er oder 2er Bezug.” Oder wir denken daran, künstliche Intelligenz auf biologische Weise mit dem Menschen zu verbinden. Herzschrittmacher oder Hörimplantate als Hilfsmittel in den menschlichen Körper einzusetzen, ist Routine. Was kommt als nächstes? Jedenfalls kann aus dieser Entwicklung ein ziemlich gefährliches Weltbild entstehen: Wir betrachten unser Leben rein quantitativ. Alles zählbar, messbar, machbar, programmierbar. Und die Orte, an denen genau das geschieht, verstehen wir nicht, sie sind für uns wie Black Boxes.

In diese Black Boxes will Reporterin Fiona künftig einen Blick hineinwerfen und sich dabei filmen lassen. Die Regie hat Dirk Herzog. Der Liebhaber russischer Objektive, Jan Rödger führt die Kamera. Das Projekt heißt “Looking Into Black Boxes” und wird bei Krautreporter.de durch Crowdfunding finanziert. Wer will, kann zum Co-Produzenten werden. Vielleicht ist ja sogar eine Nebenrolle drin:

“In einer Folge treffen wir beispielsweise eine Informatikerin und lassen uns zeigen, wie ein moderner Landwirtschaftsbetrieb die Milch seiner Kühe bis in den Supermarkt durch Software reguliert. Wir fragen nach, welchen Einfluss das auf die Milch, Kühe, den Landwirt und uns Milchtrinker hat. In einer anderen Folge lassen wir uns von Experten für Simkarten zeigen, welche Ortsdaten ein Smartphone sendet und wer diese Daten lesen kann. Oder wir fragen einen Computerlinguisten, was ein Sprachcomputer macht, wenn jemand z.B. seine Krankenkasse anruft. Und wie er die Sprachkultur eines ganzen Unternehmens beeinflusst. Ziel ist der Aufbau einer Webvideoserie auf YouTube, die zu einem besseren Verständnis der Alltags-Computerisierung beiträgt.”

Wer einen Einblick in die Schaffenskraft des Teams bekommen möchte, schaut sich auf dem Videoportal 6sept13.de um.

Die Kampagne läuft nur noch 6 Tage! Looking Into Black Boxes

 

 

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