Crowdfunding: Unheimliche Tipps der dritten Art

In der digitalen Welt können wir Gedanken lesen

Bildschirmfoto des Kampagnen-Videos Twitter Light Dress

CrowdFundBeat.de Eric Schreyer, 12.05.2014 – In unserer wettbewerbsintensiven Welt, in der Millionen von Neuigkeiten um die Gunst des Internetpublikums buhlen, tritt in Sachen Kreativität und messbarer Ergebnisse ein Bereich besonders hervor. Nicht technologieorientierte Startups sind gemeint, auch nicht die nächste Lifestyle-Marke und schon garnicht der zwölfte Lieferdienst für Essen und Trinken. Gemeint ist der soziale Sektor. Kampagnen, wie Twitter LED Light Dress haben Menschen in mehr als einhundert Ländern erreicht. Twitter Light Dress ist ein Gatecrasher für die Jugend. Themen, die bei einem großen Politikevent in Schweden durch Light Dresses mitgeteilt worden sind: Gleichberechtigung, niedrigere Wohnungsmieten für junge Erwachsene, Herabsetzung des Wahlalters, alltäglicher Rassismus und das Bildungssystem. Diese und ähnliche Kampagnen fallen auf einen fruchtbaren Boden. Das Interesse ist enorm. Faktoren, die Kampagnen mit sozialem Impact zum Erfolg geführt haben, lassen sich möglicherweise auch auf Crowdfunding-Projekte übertragen:

Sei unkompliziert

Beginne Deine Kommunikation mit einer einfach nachvollziehbaren Botschaft. Überlege Dir gut, was nicht kommuniziert werden soll, lege mit den entsprechenden Keywords einen Boozefilter an. Nutze die Wirkung des Humors. Binde Spiele für Smartphones und andere Apps in Deine Kampagne ein.

Sei mutig

Du hast wenig oder gar kein Geld, um durch Werbung auf Deine Kampagne aufmerksam zu machen. Deshalb musst Du provozieren und ständig in den sozialen Medien sichtbar sein.

Sei ein Menschenkenner

Das Internet ist ein großartiger Ort, um sich die berechenbare Irrationalität des Menschen zunutze zu machen. Ein britischer Charity-Film zeigt einen Mann, der mit einer Tafel auf dem Rücken durch belebte Londoner Straßen läuft. Sein Plakat trägt die Aufschrift “Fuck the Poor”. Passanten sind entrüstet, reden auf ihn ein oder beschimpfen ihn sogar. In der zweiten Filmszene wird aus “Fuck the Poor” “Help the Poor”. Das öffentliche Interesse sinkt auf den Nullpunkt. Sein Versuch, kleine Spenden für Obdachlose einzusammeln, scheitert kläglich. Dieses soziale Experiment endet mit der Strapline: “We know you care. Please care enough to give”.

Sei lösungsorientiert

Was in der digitalen Welt besonders gut funktioniert ist Co-Creation. Präsentiere ein Problem und bitte die Crowd um Lösungsvorschläge. Das funktioniert immer.

Sei neugierig

Stelle Dir vor, man könnte Gedanken lesen und herausfinden, was Männer tatsächlich über Frauen denken. Wir können das. Nutze einfach die Autocomplete-Funktion von Google. Beispiele: Frauen sollten

  • in der Gemeinde schweigen,
  • nicht arbeiten,
  • mich ansprechen.

 

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